Gleich vorweg, die digitale Fotografie hat bereits einen sehr hohen Standard erreicht und ist in vielen Punkten der analogen gleichzustellen.
Fotografen.Online! hat zusammen mit den Fotografen Herrn Goldmann und Herrn Jansenberger vom Fotostudio.at und Herrn Chichocki und Herrn Ing. Löschl von Delta Marketing den ultimativen Vergleichstest gestartet.
Ausgangssituation:
Fotostudio.at hat den Test in seinem perfekt eingerichteten Studio in Wien aufgebaut und ausgeleuchtet. Die analoge Aufnahme ist entstanden mit:
Kamera: Sinar P2 mit 6x7 cm Adapter
Objektiv: Sinaron 360 mm
Einstellung: Blende 16,5; Belichtungszeit: 1/60 sek.
Film: Fujicolor Reala
Licht: Blitz
Ein Polaroid hat den Analogfotografen vorab die Beurteilung ermöglicht.
Nachdem die Digitalfotografen die richtigen Einstellungen gefunden haben, war hier das endgültige Resultat am Bildschirm sichtbar. Und damit hat sich bereits bei der Aufnahme ein echter Vorteil der digitale Fotografie gezeigt: es bietet sich die Möglichkeit der sofortigen Kontrolle über das Ergbniss.
Delta Marketing hat digital fotografiert mit:
Kamera: PL69D Plaubel PECO profia PL Digitalfachkamera
Objektiv: Schneider Apo Digitar 5,6/100mm mit Schneider
Elektronikverschluß Rückteil: eyelike precision M11, 11Megapixel Philipschip
Einstellung: Blende: 8 7/10; Belichtungszeit: 1/60 sec
Licht: Blitz
Rechner: Apple iBook G3/500MHz/640Ram/OS10.2
Die Aufnahme wurde im Modus oneshot plus (hardwareantimoire) gemacht
Beide Resultate sind in einem Wiener Fachlabor auf 70x100 cm ausgegeben worden und auf den Gmundner Fototagen dem interessierten Fachpublikum präsentiert. Fotografen.Online! hat die Bilder nicht gekennzeichnet und folgende Frage gestellt: "Welches Resultat gefällt Ihnen besser?"
Das Erbnis:
Für den analogen Weg haben sich 24%, für den digitalen 76% entschieden.
Interpretation und Reaktionen:
Abgesehen von der unterschiedlichen Farbanmutung weisen beide Resultate ausreichend Schärfe auf. Die Schärfentiefe war bei der analogen etwas besser, das digitale Resultat konnte dafür mit einer höheren subjektiven Gesamtschärfe punkten. Bei einem normalen Betrachtungsabstand sind weder Pixel noch Korn erkennbar gewesen. Eine Totalreflektion in einem Bildelement konnte vom Film besser dargestellt werden. Der Chip liefert hier zwar ein brauchbares Ergebniss, der Print würde sich für eine weiter Bearbeitung weniger gut eignen. Durch die Möglichkeit bei einer digitalen Aufnahme die Farben in der Ausgabe hochgradig selbst zu bestimmen ist das digitale Resultat wesentlich näher an die Aufnahmesituation herangekommen. Im analogen Bereich könnte nur mit Reklamationen im Labor oder Farbmustern die exakte Ausgabe erreicht werden.
Unser Faxit:
Digitale Fotografie ist im professionellen Bereich absolut einsetzbar unter der Bedingung, daß der Fotograf den digitalen Workflow im Griff hat. Es bietet leichter sich die Möglichkeit selbst die Ausgabe zu bestimmen. Bei Ausgabegrößen über 70 x 100 cm. kann der Film/Dia noch für sich punkten. Wir weisen jedoch darauf hin, daß sich gerade bei Stills die Möglichkeit des Multishot mit modernen Rückteilen bietet. Darauf konnte unser Test jedoch nicht zurückgreifen, da das Sujet bewegte Elemente beinhaltet hat.
Ein drucktaugliches Foto des Lobster 2003 erhalten Sie unter:
http://www.mediendienst.com
Für nähere Informationen:
Fotografen.Online!
Paul Wilke
Werdertorgasse 12, 1010 Wien
Tel.: 01/532 93 30