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Internet: Bilder veröffentlichen in geringer Auflösung; von Paul Wilke
Freitag, 3.Oktober.2003 @ 16:59:03 CEST


Bevor man Bilder im Internet publiziert sollte man sich die Frage stellen "Was ist das Ziel der Veröffentlichung?". Möchte man einem breiten Publikum Referenzen seiner Arbeit zeigen, sollen die Surfer die Bilder in kleiner oder großer Auflösung herunterladen können, oder sollen die Bilder zum Kauf angeboten werden - direkt als Download oder als Printbestellung?

Wie immer die Frage beantwortet wird, soweit es darum geht, Fotos für Präsentationszwecke zu publizieren, ist der Formatwahl größte Aufmerksamkeit zu schenken. Ungeachetet der exakten Größe bewegen wir uns jedenfalls in einem Low-Resolution (LowRes) Format.

Monitore haben in der Regel eine Auflösung von 72 dpi. Also hat es keinen Sinn Fotos in einer anderen Auflösung als 72 dpi aufzubereiten wenn Sie in einem Internetbrowser (Microsoft Explorer oder Netscape) dargestellt werden sollen. Eine höherer Auflösung kostet Speicherplatz und erhöht damit die Ladezeit beim Server um ein vielfaches. Eine geringere Auflösung wird vom Browser mit starken Qualitätseinbussen bei der Darstellung bestraft.

Oft genug finden wir auf Homepages von Fotografen Bilder die in wesentlich höheren Auflösungen gespeichert sind. Lange Ladezeiten sind die Folge. Und wenn bereits auf der Startseite einer Fotopräsentation (Homepage oder anderes) ein Bild die MegaByte Grenze erreicht, brechen nach längstens einer Minuten die meisten Surfer den Besuch ab und surfen auf anderen Seiten weiter. Ein Besucher weniger auf einer mühevoll erstellten oder um viel Geld beauftragten Seite. Und wenn es sich dabei um einen potenziellen Kunden gehandelt hat, verbleibt auch noch der schlechte Eindruck, daß der Fotograf mit Bildern im Internet nicht umzugehen vermag.

Die Präsentation in LowRes eignete sich um Bilder auf einer Homepage zu präsentieren, aber darüber hinaus bieten sich für den Fotografen umfangreiche Anwedungsmöglichkeiten. So läßt sich mit dem Photoshop in wenigen Minuten von einer beliebigen Anzahl an Fotos schnell und einfach eine digitale Blattkopie erstellen. Vollautomatisch und mit den unterschiedlichsten Designvorlagen kann der sogenannte "Web-Kontaktabzug" oder eben auch "Blattkopie" im Grunde als vollwertige Hompage gesehen werden. Der Photoshop kann diese natürlich nur lokal am eigenen Rechner erstellen. Welche Möglichkeiten es gibt diese Blattkopie in Folge im Internet zu veröffentlichen und welche Tipps und Kniffe es zur Blattkopie im Photoshop gibt erklären wir später in einem eigenen Kapitel.

Mit der Blattkopie lassen sich Fotos dem Kunden / Auftraggeber über das Internet zur Ansicht oder Auswahl zur Verfügung stellen. Er kann dabei eine Auswahl treffen und eine Bestellung abgeben. Durch die Publizierung von LowRes Daten kann der Betrachter der Bilder diese in guter Qualtiät am Monitor beurteilen, lokal auf seinen Rechner laden, aber nicht in guter Qualität printen. Eben nur mit 72 dpi in der dargestellten Größe.

Darstellungsgröße
Vernünftige Darstellungsgrößen von LowRes Bildern welche im Internet präsentiert werden, richten sich nach der Monitorgröße des Betrachters. Derzeit kann man davon ausgehen, daß jeder Internetbenutzer einen Monitor mit mindestens 800 x 600 Pixel besitzt. Üblich sind derzeit Monitore in der Größe von 1024 x 768 Pixel. Das ist meistens auch die Größe der Laptopdisplays.

Die Monitorgröße (Darstellung) ist somit auch die natürliche Begrenzung für die Darstellungsgröße von Bildern welche der Fotograf im Internet verwenden kann. Doch vergessen Sie nicht, daß gerade bei Programmen von Microsoft mit der Monitorgröße sehr verschwenderisch umgegangen wird. So brauchen die Steuerleisten des Internetbrowsers von Microsoft "Explorer" auf einem durchschnittlichen Monitor über 30% der Fensterhöhe. Natürlich wäre es wünschenswert, daß sich der neue Internetbrowser von Apple "Safari" durchsetzt. Denn dieser benötigt für gleiche Funktionalitäten gerade 10% der Monitorhöhe. Doch können wir bei einem Marktanteil von Apple bei derzeit 3% leider nicht davon ausgehen.

Somit ist es vernünftig Bilder mit der maximalen Höhe von 700 Pixel aufzubereiten. Mit dieser Größe ist es dem geübten Amateur meist schon möglich Bilder derart aufzubereiten, daß sie für den Ausdruck geeignet erscheinen. Jedenfalls für den nicht professionellen Einsatz kann es so vorkommen, daß gerade bei Reportage Bildern die Empfänger der Bilder auf eine Bestellung verzichten und sich mit diesen Daten zufrieden geben. Wir werden darum im Kapitel über Schutz von Bildern darüber reden, wie man diese LowRes Bilder derart schützt, daß ein Download stark erschwert oder auch unmöglich oder sinnlos gemacht wird.

Wenn Bilder auf einer Homepage oder in einer digitalen Blattkopie dargestellt werden sollen, liegt die maximale Größe von kleinen Vorschaubildern bei ca. 150 Pixel (px) bis 250 (px) jeweils die längere Kante.

Die tatsächlichen Bilder in Blattkopien sollten 450 px (längere Kante) nicht überschreiten. Meist reichten für eine gute Darstellung des Sujets auch bereits 300 - 350 px.

Paul Wilke

 


 
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